Die Bibel mit hebräischen Augen lesen

Viele Menschen erleben den christlichen Glauben als kopflastig. Sie haben Mühe, ihn im täglichen Leben umzusetzen. 

 

Das ist unter anderem eine Folge des so genannt griechisch geprägten Denkens. Damit ist die griechisch-antike Weltanschauung und Philosophie gemeint wie sie vor allem durch Platon und Aristoteles, später auch durch Kirchenväter wie Origenes zur Grundlage unseres westlichen Denkens wurde.

 

Viele Christen - und zwar durch alle Frömmigkeitsstile hindurch - sind sich meist nicht bewusst, dass die Art und Weise wie sie die Bibel lesen auf Vorstellungen und Methoden dieser griechischen Philosophen zurückgeht.

Dieser Einfluss ist uns so vertraut, dass wir ihn oft nicht bemerken. Er hat dazu geführt, dass wir die Bibel teilweise missverstehen, auch wenn griechisches Denken durchaus in der Bibel vorkommt. Die Kraft der Worte ist geschwächt worden durch abstrakte Gedanken, welche die Lebenspraxis nur wenig berühren.

 

Die Bibel ist hauptsächlich von hebräischem Denken geprägt, der Welt des Alten Testaments. Dieses Denken ist beziehungsorientiert, konkret und alltäglich. Viel Unverständliches wird klar und manch folgenschweres Missverständnis aufgedeckt, wenn wir die Schrift wieder mit hebräischen Augen lesen, auch grosse Teile des Neuen Testaments.

Zentrale Begriffe wie Wahrheit, Erkenntnis, Wort Gottes, Gerechtigkeit oder ewiges Leben bedeuten mehr als wir gewohnt sind zu denken. Gott erkennen heisst ihm nachfolgen, nicht nur über ihn nachdenken!

Dieser Kurs soll dazu beitragen, dass die Kraft der biblischen Worte unser Leben neu beeinflusst. Drei bis vier grundlegende Einsichten reichen, um sie so gut wie möglich mit den Augen der Schreiber zu lesen. Das werden wir anhand zahlreicher Beispiele einüben.

 

Daten: Dienstag, 31. Mai, 7. Juni, 14. Juni, 21. Juni

jeweils 19.30 – 21.30 Uhr im UG der Kirche Oftringen.

Keine Seminarkosten

 

Leitung: Pfarrer Dominique Baumann